Hier finden Sie eine kleine Auswahl an Projekten und Informationen:

Beispiele aus dem Monitoring-Programm Solare-Großanlagen des Klimafonds

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung, www.solare-grossanlagen.at geben auch Hinweise zur Wirksamkeit von Bauteilaktivierung in folgenden Projekten:

Pfarrzentrum Rif und Betriebsgebäude ETG Sonnenhaus, bei denen Solarwärme im Fundament und in den Decken eines Hauses gespeichert wird. Die Sonne deckte dabei 52 (im Projekt „Pfarrzentrum Rif“) beziehungsweise 97 Prozent (im Projekt „Betriebsgebäude ETG Sonnenhaus“) des jährlichen Wärmebedarfes.

Fertigungshalle der Firma HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH. Die Wärme aus Sonnenkollektoren mit einer Gesamtfläche von 1.411 m² wird in 2.560 m³ Bauteilmasse (größtenteils in der Bodenplatte) gespeichert. Solare Deckungsgrade von 90 Prozent für die Beheizung der gesamten Fertigungshalle. http://www.acr.ac.at/newsletter/newsletterartikel/grosse-solarthermie-anlagen-arbeiten-zuverlaessig.html

Vollsolar beheizter und gekühlter Baumarkt, Wiener Straße 246, 2013 Göllersdorf. Der Baufachmarkt mit einer beheizten BGF von rund 425 m² und einem beheizten Bruttovolumen von ca. 2.400 m³ wird ausschließlich mit einer thermischen Solaranlage im Ausmaß von 108 m² beheizt und mit Warmwasser versorgt. Die gewonnene thermische Solarenergie wird über den Wärmespeicher Beton zur Wärmeversorgung genutzt. Aktivierte Speichermassen im Ausmaß von rund 150 m³ (Bodenplatte) sowie die nicht aktivierten Speichermassen der Hülle ermöglichen es, die solaren Erträge über einen langen Zeitraum intelligent zu verspeichern und entsprechend zu nutzen. Mittels Adsorptionskältemaschine werden in den Sommermonaten die Bauteile solar gekühlt. Zusätzlich wird ein Pufferspeichersystem in der Größenordnung von 7.000 l Heizungswasserspeicher in Verbindung mit Hygiene-Frischwassertechnik die Warmwasserversorgung sicherstellen sowie ein 2.000 l Kältespeicher für die sommerliche Kühlung Verwendung finden. Vollsolar beheizter und gekühlter Baumarkt – Aichinger Hoch- und Tiefbau GmbH

Gärtnerei Bach – Solare Bauteilaktivierung, Hänischgasse 17, 1220 Wien. Der Erweiterungsbau mit einer beheizten BGF von rund 1.200 m² und einem beheizten Bruttovolumen von ca. 6.300 m³ wird zusätzlich zur Biomasse-Grundheizung (Pellets) mit einer thermischen Solaranlage im Ausmaß von 116 m² beheizt und mit Warmwasser versorgt. Die gewonnene thermische Solarenergie wird über den Wärmespeicher Beton zur Wärmeversorgung genutzt. Als Besonderheit wird zum Abfedern der kühlen Nachttemperaturen, welche dem Pflanzenwachstum nicht zuträglich sind, eine Energiespeicherwand mit einem Gesamtvolumen von 50 m³ und einer Masse von ca. 130.000 kg Beton errichtet. Zusätzlich wird der Boden in der Arbeitshalle bauteilaktiviert, um hier ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Massive Gehwege zwischen den Pflanztrögen im Gewächshaus werden mit einer Bauteilaktivierung ausgestattet. Diese Speichermassen ermöglichen es, die solaren Erträge über einen längeren Zeitraum entsprechend zu nutzen. Zusätzlich wird ein Pufferspeichersystem in der Größenordnung von 20.000 l in Verbindung mit Hygiene Frischwassertechnik die Warmwasserversorgung sicherstellen. Gärtnerei Bach – Solare Bauteilaktivierung

Vollsolar versorgter Pfarrhof, Kirchenstraße 1, 5300 Hallwang. Der Erweiterungsbau mit einer beheizten BGF von 264 m² und einem beheizten Bruttovolumen von ca. 1.100 m³ wird mit einer thermischen Solaranlage in der Fassade im Ausmaß von 54 m² beheizt und mit Warmwasser versorgt. Die gewonnene thermische Solarenergie wird über den Wärmespeicher Beton zur Wärmeversorgung genutzt. Die Wärmeverteilung erfolgt über den optimierten Wärmespeicher Beton in der Bodenplatte sowie in der Decke über KG. Zusätzlich fungiert ein 3.000 l Pufferspeichersystem als Trennspeicher und als Warmwasserspeicher. Somit kann ein nahezu 100%iger solarer Deckungsgrad für den Heiz- und Warmwasserwärmebedarf erreicht werden. Überschüsse aus der thermischen Solaranlage dienen der Smart Cities Philosophie folgend zur Wärmeversorgung des Bestandsgebäudes. Für eine langanhaltende Schlechtwetterperiode kann das im Bestandsgebäude installierte Gas-Brennwertgerät als Back-Up herangezogen werden. Vollsolar versorgter Pfarrhof Hallwang, St. Martin

Passivhaus mit Beton-Langzeitspeicher, Pfaffstätten, Niederösterreich, 2012, 50 cm dicke Bodenplatte (ohne Trittschall und Estrichplatte), mit Heizungsrohren in der mittleren Lage, HWBREF 5,7 kWh/m²a; Energieversorgung durch am Dach steil aufgestellte Vakuum-Röhrenkollektoren. Als Wärmezentrale und Wärmeverteilstation dient ein geschichteter Puffer mit Heizungswasser. Dieser verteilt die Wärme in die Betonbauteile, ermöglicht die Nachheizung der Lüftung, falls erforderlich, und sorgt für hygienisches Warmwasser über einen Wärmetauscher im Durchflussprinzip. Eine Fotovoltaikanlage ergänzt die „Sonnenenergie-Ernte“ und liefert Energie für den Betriebsstrom, Hilfsenergien und allfällige Nachheizungen. http://kaeferhaus.at/images/veroeffentlichungen/02_13_bauteilaktivierung_wohnbau

 

Infoseite der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie
MGG22, Wohnprojekt in der Mühlgrundgasse im 22. Wiener Bezirk, 160 Wohneinheiten mit thermischer Bauteilaktivierung 

Die Wärme für Beheizung und Warmwasser wird über Sole/Wasser-Wärmepumpen in Verbindung mit Erdwärme-Tiefensonden erzeugt. Ein Lastmanagement sorgt dafür, dass der Strom zum Betrieb der Wärmepumpen weitestgehend aus „Überschussproduktion“ von Windkraftwerken stammt. Windstrom, der bei starkem Wind normalerweise im Stromnetz keinen Abnehmer finden würde, wird genutzt und über Wärmepumpen mittels Tiefensonden zu Heizenergie umgewandelt. Da die Betondecken der Wohnhäuser diese Energie über mehrere Tage speichern können, wird jährlich zusätzlich nur rund ein Viertel konventionell erzeugten Stroms zum Heizen benötigt.

Im Sommer wird über die Bauteilaktivierung gekühlt und die Abwärme erwärmt über die Tiefensonden den Erdspeicher. Damit kann im nächsten Winter wieder ausreichend Wärme gewonnen werden. Details und Erläuterungen im Video: https://www.youtube.com/watch?time_continue=168&v=6yt5Ey6Ydcc

Bildungscampus der Stadt Wien

Derzeit entstehen mehrere neue Bildungszentren in Wien, alle mit Bauteilaktivierung. Als ein wesentlicher Grund wird die Kühlfunktion genannt, womit u.a. in Hitzeperioden über das Rote Kreuz Räume für Menschen angeboten werden können, die in ihren Wohnungen zu sehr unter der Überhitzung leiden. Beispiele: Bildungscampus Deutschordenstraße

https://vasko-partner.at/de/projekte/12-bildung/266-bildungscampus-plus-deutschordenstrasse

Seestadt Aspern Nord, 1220 Wien

https://monitor.aspern-seestadt.at/bildungscampus-aspern-nord-baufeld-h3.htm

 

QUARTIER 11, Wien

von Kallco mit Peter Holzer entwickeltes Kühl­- und Heizsystem: Im Winter wird durch Erdsonden ein Teil der für Heizen und Warmwasser notwendigen Energie aus der Erdwärme zur Unterstützung für die Fußbodenheizung genützt. Im Sommer wird dem Gebäude Wärme über die Bauteilaktivierung der Geschoßdecken entzogen und in die Erde rückgeführt, womit der Erdspeicher regeneriert wird.

www.wien.gv.at/stadtentwicklung/energie/pdf/plus3-16.pdf (S 11)

 

Sissy-Löwinger-Weg 7 / Helmut-Zilk-Park, 1100 Wien, KALLCO

Eigentumswohnungen, Siegerprojekt Bauträgerwettbewerb, Sonnwendviertel – Hauptbahnhof, KLIMA LOOP, Fertigstellung: Frühjahr 2018, Architektur: feld72

https://klimaaktiv-gebaut.at/das-haus-am-park-c17b.htm

Ergebnisse Forschungsprojekt Bauteilaktivierung - Heizen mit der Kraft der Sonne

Gunther Graupner, Leiter des Kompetenzzentrums Bauforschung und der Innovations- und Forschungsstelle Bau an der Bauakademie Salzburg, stellt die Ergebnisse des Forschungsprojekts zur Bauteilaktivierung mit Beton vor. Video (1 Minute)

 

Wohnpark Wolfsbrunn, der erste mehrgeschoßige soziale Wohnbau Niederösterreichs mit Thermischer Bauteilaktivierung

14 Reihenhäuser und ein Wohngebäude unter dem Thema Generationenwohnen mit 22 Wohnungen werden derzeit in der kleinen niederösterreichischen Gemeinde gebaut. Sämtliche Gebäude werden bei diesem Projekt mit TBA zum Heizen und passiven Kühlen ausgestattet. Den Strom für die Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Erdwärme-Tiefensonden liefert die EVN aus dem benachbarten Windpark. Fertigstellung und Bezug der Wohnhausanlage sind für Herbst 2019 geplant.

https://www.zement.at/services/archiv/55-2018/521-erster-sozialer-wohnbau-in-noe-mit-thermischer-bauteilaktivierung

Innovationspreis 2010

Die besten Bauwerke mit thermischer Bauteilaktivierung, Dokumentation mit technischer Beschreibung und Darstellungen: energy base Wien, Haus Natol Karrösten, B35 Zürich, Schweiz, Balanced Office Building, Aachen, Deutschland, plus 18 Nominierte, http://www.zement.at/downloads/energiespeicher_beton_2010.pdf